Meine Ziele für Stahnsdorf

In der Gemeindevertretung und im Kreistag Potsdam-Mittelmark

Entwicklung mit Konzept

Berlin wuchs seit 2011 um fast 300.000 Menschen. Die umliegenden Landkreise haben eine ähnliche Entwicklung zu verzeichnen. Was das bedeutet, lässt sich an Stahnsdorf förmlich ablesen: zahlreiche neue Wohnsiedlungen, Lückenbebauung aufgrund der fehlenden Ausweisung neuer Baugebiete, dichte Bebauung, wenige Freizeitangebote, kein Ortszentrum, keinen einzigen Vollversorger im Ort, begrenzte soziale Infrastruktur. 


Vor dem Hintergrund steigender Mieten in der Hauptstadt und dem nach wie vor hohen Zuzug in das Berliner Umland, wird Stahnsdorf weiter wachsen. 

Um künftig aber eine nachhaltige Ortsentwicklung sicherzustellen, muss erst einmal klar sein, dass diese Entwicklung von einem vergleichsweise kleinen Ort wie Stahnsdorf nicht aufzuhalten ist. 

Daher sollten wir unsere Energie vielmehr darauf verwenden, den Wachstumsdruck zu kanalisieren und die notwendigen Vorbereitungen zu treffen – und nicht, wie einige meiner politischen Mitbewerber, sich mit ganzer Kraft dagegen zu stemmen.

Bei der Ortsentwicklung müssen wir daher einen kühlen Kopf bewahren, unseren Ort behutsam weiterentwickeln und mit einer deutlichen Initiative die Versäumnisse der letzten Jahre – in allen Bereichen –  kompensieren. Ein gesamtheitliches Entwicklungskonzept ist dabei unerlässlich.

Meine konkreten Vorschläge, aus denen sich ein solches Konzept für Stahnsdorf entwickeln lassen könnte, finden sie weiter unten.
Anregungen und Vorschläge nehmen ich dabei immer gerne auf!

Junge Leute fördern! 

Jugendliche gehören in Stahnsdorf zur vergessenen Generation. Unser Ort hat sich in den vergangenen Jahren zu sehr mit sich selbst und seinen Pflichtaufgaben beschäftigt: Kitas und Grundschulen. Für Jugendliche im Alter von 12 bis 30 Jahren bietet Stahnsdorf hingegen nichts, sieht man mal von dem Glaspavillon neben dem Gemeindezentrum und den stündlich fahrenden Bussen am Wochenende ab.

Das darf so nicht bleiben.

Ich fordere daher ein ganzheitliches Konzept das Jugendliche in den Fokus der Gemeindepolitik rückt. Dazu gehören:
1. Ein deutlich(!) verbesserter Bustakt und S-Bahn-Anschluss,
2. Treffpunkte mit Sitzmöglichkeiten, Grills etc. für alle,
3. Freiflächen für Veranstaltungen.

Infrastruktur verbessern!

Kaputte Bürgersteige und Sandpisten kann sich eine Gemeinde wie Stahnsdorf nicht leisten.

Daher braucht Stahnsdorf einen konkreten Plan für den Ausbau unseres Infrastrukturnetzes. Neben dem Ausbau der verschiedenen Straßen und dem Lärmschutz für Wohngebiete ist für mich eine ganzheitliche Stadtplanung für unseren Ort unerlässlich.

Wohnungsbau vorantreiben!

Wohnungsknappheit und explodierende Mieten beobachtet man nicht nur in Berlin. Auch im Berliner Speckgürtel ist Wohnen zur neuen sozialen Frage geworden. In Stahnsdorf wurden in den vergangenen Jahren zu wenig Mietwohnungen gebaut, Baugebiete kaum ausgewiesen. Stattdessen Lückenbebauung obwohl unser Ort über immense Flächen verfügt.

Um diesen Trend umzukehren, sollten wir aus meiner Sicht auf einen Dreiklang von Maßnahmen zurückgreifen:
1. Stahnsdorfer Wohnungsgesellschaft stärken und damit den  kommunalen Wohnungsbau vorantreiben.
2. Voraussetzungen für privaten Wohnungsbau schaffen.
3. Fördermittel für Wohnungsbau des Landes und Bundes beantragen.

Aus meiner Sicht bedarf es in Stahnsdorf nicht nur sozialen Wohnungsbaus, sondern vielmehr Mietwohnungsbau im Allgemeinen. Es müssen Wohnungen für alle Bevölkerungsgruppen zur Verfügung stehen, unabhängig davon, ob sie Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein haben. Darüber hinaus sollten neue Wohnformen, wie ein Mehrgenerationenhaus, in Stahnsdorf realisiert werden.

Ortszentrum schaffen! 

Stahnsdorf braucht einen Treffpunkt für alle Generationen. Dabei ließen sich bei der Realisierung eines Ortszentrums viele Bedarfe decken.

Zu einem funktionierenden Ortszentrum gehören für mich der S-Bahnanschluss genau so dazu wie eine Freifläche für Wochenmärkte und ein Bürgersaal mit mindestens 500 Sitzplätzen – um auch kulturellen Veranstaltungen eine Heimstätte zu geben. 

Darüber hinaus brauchen wir eine vernünftige ÖPNV-Anbindung sowie Arztpraxen, eine Apotheke, eine Post, Restaurants, einen Vollversorger, ein Schreibwarengeschäft, eine Drogerie usw.

Gewerbe stärken!

Ohne ein starkes Gewerbe, ohne starke mittelständische Unternehmen ist Stahnsdorf nicht zukunftsfähig.

Aus diesem Grund setze ich mich dafür ein, dass für Unternehmen Anreize geschaffen werden sich im Stahnsdorfer Gewerbegebiet niederzulassen. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer bietet dafür ein geeignetes Instrument. Darüber hinaus muss auf den S-Bahn-Anschluss hingewirkt werden, um den Wirtschaftsstandort Stahnsdorf noch attraktiver zu machen.

Meine Vision ist, ein neues Gewerbegebiet an der L 40 und L77 (neu) auszuweisen, um den Verkehr möglichst nicht in den Ort zu ziehen und gleichzeitig Platz für neue Niederlassungen zu schaffen. 

Interkommunale Zusammenarbeit fördern!

Gemeinsam erreichen wir mehr. Daher sollten die drei Kommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf (zusammen genommen die fünftgrößte Kommune Brandenburgs) stärker zusammenarbeiten. Leider ist Stahnsdorf in diesem Bereich absolutes Schlusslicht.


Dabei könnten wir davon extrem profitieren: ein gemeinsamer Veranstaltungssaal, ein Bauhof, ein gemeinsamer Jugendtreff. Vorhaben, die für eine einzelne Gemeinde zu groß wären, könnten so für alle realisiert werden.